Der Turmalin Schmuckstein – farbenreich in allen Farben des Regenbogens

Turmalin Schmuckstein - OhrsteckerDer Turmalin Schmuckstein stellt eine Mineralgruppe, die aus vielen Mischkristallen zusammengesetzt. Bereits seit der Antike ist der Schmuckstein Turmalin berühmt und weltweit als traumhafter und vielschichtiger Schmuck- und Heilstein beliebt. In einer Edelsteinsammlung darf er daher nicht fehlen.

Der Turmalin besitzt viele verschieden Farben und Erscheinungsformen, daher ist es typisch für den Turmalin, dass er häufig mit anderen Steinen verwechselt wird.

Rot, grün, blau oder schwarz… In allen Farben des Regenbogens kann der Turmalin Schmuckstein erstrahlen und den Träger beglücken. Als roter Turmalin Schmuckstein wurde er zu Zeiten des Mittelalters auch als Karfunkel bezeichnet. Auch der Rubin und der Granat wurden damals in der Gruppe der roten Karfunkel-Steine zusammengefasst. Dagegen wurde der grüne Turmalin gern mit dem Smaragd verwechselt.

Wer einen Turmalin Schmuckstein besitzt, darf stolz sein. Denn dieser Edelstein erweist sich als guter Begleiter in allen Lebenslagen.

Herkunft des Namens Turmalin

Turmalin Schmuckstein - GoldringDer Name Turmalin stammt aus dem singhalesischen Sprachraum („turmali“ bedeutet dort „verschiedenartiger Stein“, was ein guter Begriff für den vielseitigen Turmalin ist! Erst im 18. Jahrhundert mit dem wissenschaftlichen Fortschritt in der Mineralkunde wurde der Stein dann als Turmalin bezeichnet. Für Europa wurde der Name erstmals 1707 schriftlich belegt, unter dem Namen Chrysolithus Turmale.

Eine Besonderheit des Turmalins ist der sogenannte Pleochroismus, so bezeichnet man in der Mineralogie die Mehrfarbigkeit eines Steins. Sie ermöglicht dem Turmalin, dass er je nach Blickwinkel seine Farbe ändert. Diese Eigenschaft trug früher dazu bei, dass dem Stein eine eigenständige „magische“ Leuchtkraft nachgesagt wurde. Diese besitzt er aber leider nicht.

Turmalin Schmuckstein - OhrsteckerJedoch sind Turmaline sehr leitfähig, sie besitzen pyroelektrischen Eigenschaften und lassen sich schnell durch Reiben elektrostatisch aufladen. Diese Eigenschaft nutzte man in früheren Zeiten (vor allem in den Niederlanden) zum „Ascheziehen“ aus, dabei wurde mit Hilfe des aufgeladenen Turmalins Asche aus dem inneren einer (Meerschaum)Pfeife gezogen.

Als beliebter Schmuckstein gilt der Turmalin – unabhängig von seinen früheren Bezeichnungen von jeher und diente z.B. zur Herstellung kostenbaren Schmucks oder zur Verzierung von Kunstgegenständen. So ist z.B. die Meisterschale des DFB (Deutscher Fussball Bund) mit 21 Turmalinen verziert. Auch in der Elektroindustrie findet der Turmalin Einsatz.

Darüber hinaus gehört er zu den wichtigsten Heilsteinen. Kenner wissen um seine heilbringende, wohltuende Kraft. So vielfältig wie seine Farben ist auch die Liste seiner Einsatzgebiete.

Turmalin Schmuckstein - FarbvariationenTurmalin Varietäten

Dravit, Elbait, Paraiba-Turmalin, Rubellit, Turmalin rot, Turmalin blau, Indigolith, Turmalin gelb, Turmalin grün, Verdelith, Turmalin schwarz (Schörl), Turmalin violett, Apyrit, Turmalin-Katzenauge, Wassermelonen-Turmalin

Schörl (Schwarzer Turmalin)

Am häufigsten kommt der schwarz-weiße Fe-reiche Turmalin Schmuckstein mit dem Namen Schörl vor. Der Name setzte sich im 18. Jahrhundert durch und wird auch heute noch verwendet.

Die verschiedenen Namen des schwarzen Turmalins.

Schorlit, Schörlspat, Schurl, Aphrizit, Schörgel, Schorlein, Schorlet, Schörlich, Schürl (wohl  nach seinem ersten Fundort: Schorl, heute: Zschorlau benannt), Pierreponit, Schirl, Schirlich, Aschenzieher, Bergflachs, Iochroit, Trip, Zeuxit, Aschentrekker.

Turmalin SchmucksteinDravit

Der Dravit Turmalin wurde erstmals 1884 von dem Mineralogen Gustav Tschermak beschrieben und nach dem damaligen im österreichischen Kärnten gelegenen „Dravengebiet“ entlang der Drau (lat.: Dravus) benannt, welches reiche Vorkommen dieser Turmalin-Varietät aufweist. Er kommt in den Farben schwarz, schwarzbraun, braun vor.

Elbait

Elbait ist eine Turmalin Varietät, die ein Lithium-Turmalin (Elbait) darstellt. Die italienische Insel Elba war einer der ersten Fundorte, von dem gefärbte sowie farblose Turmaline extensiv chemisch analysiert wurden. Der Elbait kann in unterschiedlichen Farben erscheinen, typisch ist grün, rot-violett und weiss.